Nach den ersten erfolgreichen Flügen im Eigenbau-Cockpit stellte sich schnell heraus: Ganz zufrieden war ich noch nicht. Immer wieder kam es zu Aussetzern im Main Instrument Panel (MIP) – und wer mitten im Anflug plötzlich ein „einfrierendes“ Instrument erlebt, weiß, wie frustrierend das ist. Von entspanntem Fliegen konnte so keine Rede sein.
Also fasste ich einen Entschluss: Noch einmal komplett von vorne.
Das MIP musste zerlegt werden – wieder. Ein Schritt, der weh tut, wenn man bedenkt, wie viele Stunden Arbeit und Verdrahtung bereits darin steckten. Aber: lieber ein gründlicher Umbau als ewige Kompromisse.
Dieses Mal wollte ich es richtig machen. Statt der bisherigen Elektronik sollten nun Karten von OpenCockpits verbaut werden – zuverlässiger, flexibler und für die Zukunft erweiterbar. Gleichzeitig entschied ich mich, den Leitungsquerschnitt von 0,35 mm² auf 0,5 mm² zu erhöhen. Klingt nach einer Kleinigkeit, aber jeder, der schon einmal unzählige Kabel im Cockpit verlegt hat, weiß: die Qualität der Verdrahtung entscheidet über die Stabilität des gesamten Systems.
Also hieß es: Alles raus.
Das MIP wurde vollständig von den alten Drähten befreit – Stück für Stück, Ader für Ader. Ein mühsamer Prozess, aber auch eine Gelegenheit, Ordnung in das bisherige Kabelchaos zu bringen. Danach begann die Neuverdrahtung: diesmal strukturierter, stabiler und mit dem guten Gefühl, die Basis für viele störungsfreie Flüge zu legen.
Es war ein anstrengender Umbau, aber gleichzeitig auch ein wichtiger Meilenstein. Jeder zusätzliche Handgriff brachte mich meinem Ziel näher: ein zuverlässiges und möglichst realitätsnahes Boeing 737 Homecockpit, in dem Technik und Simulation endlich Hand in Hand arbeiten.